Die FPÖ und Frau Rosenkranz noch im 18. Jahrhundert

Wien (OTS) – Drei Tage nach dem skandalösen Referendum in der
Schweiz, das dem Grundsatz der universellen Geltung von Menschenrechten widerspricht und die Menschenrechte für nichtig erklärt, bringt die FPÖ am 3. Dezember 2009 einen Antrag zur Änderung der niederösterreichischen Bauordnung ein. Letzterer wird mit „Bauten außergewöhnlicher Architektur“ getauft.

Die Islamische Föderation in Wien verachtet die Aussagen der FP-Landesrätin Barbara Rosenkranz. Die typisch unplausible Art und Weise der FPÖ präsentiert sich diesmal mit einem Gesetzesentwurf, in dem man sich den Einkaufszentren bedient, um die eigentliche Kernaussage des „Minarettenverbots“ zu bekleiden. Die wahre Seite des Antrags demonstriert lediglich, dass die FPÖ noch im 18. Jahrhundert nachhinkt.

Die Geschichte lässt berichten, dass unter den Habsburgern über viele Jahrhunderte den evangelischen Kirchen nicht erlaubt war, über einen Turm zu verfügen. Doch auf Grund der Revolution im Jahre 1848 kam es zum Wegfall vieler einschränkender Bauvorschriften, wodurch in Wels die Grundsteinlegung für die erste evangelische Kirche mit Turm in Österreich stattfand.

Die Islamische Föderation in Wien lädt die FPÖ zur Beachtung der europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) und der Grundprinzipien der Republik Österreich ein. Mit dem Appell, dass auch die Sachlichkeit in Ihrer Politik Platz findet…
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Yakup Gecgel
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